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  • Bürgerbegegnung 2026 in Slowenien

    25.5.2026, Lesezeit: 3 Minuten

    Ein Reisebus voller Vorfreude. Gastfamilien statt Hotelroutine. Jugendliche, neue Begegnungen, alte Freundschaften. Internationale Gespräche zwischen Folk-Rock, Opernarien und dem „Kul-Bazar“.

    Und genau deshalb war dieses Wochenende in Šentjur so ganz anders als das, was sich viele unter Städtepartnerschaften vorstellen.

    Schon die Anreise hat Festival-Vibes

    Morgens um fünf Uhr am Busparkplatz — eigentlich viel zu früh.
    Und trotzdem: sofort gute Stimmung.

    Zwischen Kaffee, Reisesnacks und ersten Gesprächen entstand schnell das Gefühl, dass das keine normale Vereinsfahrt wird.

    Spätestens hinter Österreich war klar: Diese Reisegruppe funktioniert.

    Warum Gastfamilien einfach unschlagbar sind

    Hotel kann jeder.

    Die schönsten Momente entstehen meistens dort, wo man gemeinsam am Küchentisch sitzt, über Sprachmischungen lacht oder plötzlich merkt, wie ähnlich Menschen sich eigentlich überall sind.

    Genau das macht Städtepartnerschaften besonders.

    Der Kul-Bazar war ein kleines Europa-Festival

    Musik. Gespräche. Essen. Internationale Begegnungen.

    Der „Kul-Bazar“ brachte Menschen unterschiedlichster Nationen mitten in Šentjur zusammen — offen, herzlich und komplett ohne steifen Veranstaltungscharakter.

    Oder kurz gesagt: ziemlich genau das Gegenteil von dem, was viele mit Städtepartnerschaften verbinden.

    Das Finale? Alles — außer gewöhnlich

    Den Abschlussabend einfach nur „Bunter Abend“ zu nennen, wäre wahrscheinlich die Untertreibung des Wochenendes gewesen.

    Zwischen Opernarien, Folk-Rock, internationalem Publikum, spontanen Gesprächen und sehr viel guter Stimmung entwickelte sich der Abend irgendwo zwischen Kulturfestival, Freundestreffen und europäischer Familienfeier.

    Für echte Gänsehautmomente sorgten Mojca und Primož Hladnik mit dem berühmten Trinklied aus Verdis La Traviata — und keine halbe Stunde später wurde getanzt.

    Genau solche Abende bleiben am Ende in Erinnerung:
    nicht wegen eines offiziellen Programms, sondern wegen des besonderen Gefühls, gemeinsam etwas erlebt zu haben.

    Für alle, die tiefer eintauchen möchten

    Donnerstag: Ankommen, Wiedersehen und europäische Begegnungen

    Bereits am Donnerstag begann die Bürgerbegegnung offiziell im Kulturzentrum Ipavec in Šentjur. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg begrüßten die Gastgeberinnen und Gastgeber die internationalen Gäste aus Neu-Anspach und Saint-Florent-sur-Cher.

    Neben vielen vertrauten Gesichtern gab es auch zahlreiche neue Begegnungen — und genau diese Mischung machte die Atmosphäre vom ersten Abend an besonders.

    Neu-Anspachs Bürgermeister Birger Strutz nutzte die Tage außerdem für den Austausch mit Bürgermeister Marko Diaci sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Šentjur. Im Mittelpunkt standen nicht nur die langjährigen Partnerschaften, sondern auch neue Ideen für zukünftige Projekte und Begegnungen.


    Freitag: Geschichte, Natur und slowenische Legenden

    Der Freitag führte die Reisegruppe zunächst nach Rogatec. Dort wurde im beeindruckenden Freilichtmuseum Geschichte lebendig: historische Bauernhäuser, traditionelle Werkstätten und spannende Einblicke in das frühere Leben der Region machten den Besuch zu einer kleinen Zeitreise.

    Anschließend ging es weiter nach Rogaška Slatina — einer der bekanntesten Kurstädte Sloweniens. Dort verbindet sich prachtvolle Architektur mit Natur, Heilwasser und einer ganz eigenen Atmosphäre.

    Und natürlich durfte auch die passende slowenische Legende nicht fehlen: Der Sage nach war es Pegasus, das geflügelte Pferd der griechischen Mythologie, das dort mit seinem Huf die berühmte Heilquelle entstehen ließ.

    Zwischen Aussichtsturm, Kurpark und gemeinsamen Gesprächen entstanden dabei viele dieser kleinen Momente, die man später oft am stärksten in Erinnerung behält.


    Samstag: Kul-Bazar, Musik und ganz viel internationales Flair

    Am Samstag verwandelte sich der Obermarkt von Šentjur in einen internationalen Treffpunkt voller Musik, Begegnungen und kultureller Vielfalt.

    Beim „Kul-Bazar“ präsentierten Menschen unterschiedlichster Nationen ihre Kulturen, Spezialitäten und Traditionen. Der Name passte perfekt zur Stimmung: irgendwo zwischen Kulturfestival, Straßenfest und internationalem Miteinander.

    Überall wurde gesprochen, gelacht, probiert und fotografiert. Die Grenzen zwischen Gästen, Gastgebern und Nationen verschwammen dabei ziemlich schnell.

    Zusätzlich konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Haus der berühmten Komponistenfamilie Ipavec sowie die Museumssammlungen der Stadt besuchen. Besonders schön: Führungen wurden eigens auf Deutsch und Französisch angeboten.


    Jugendprogramm: Europa ganz selbstverständlich erleben

    Parallel zum offiziellen Programm war auch die Jugendgruppe aus Neu-Anspach unterwegs.

    Die Schülerinnen und Schüler der Adolf-Reichwein-Schule nahmen gemeinsam mit Jugendlichen aus Šentjur an einem eigenen internationalen Programm teil — organisiert vom Jugendzentrum Šentjur unter Leitung von Ines Zelič.

    Auf dem Programm standen unter anderem:

    Gerade solche Begegnungen zeigen, wie unkompliziert und selbstverständlich internationales Miteinander für junge Menschen heute sein kann.


    Gastgeschenke mit Symbolkraft

    Natürlich wurden auch Gastgeschenke ausgetauscht — allerdings mit deutlich mehr Persönlichkeit als klassische Standard-Souvenirs.

    Neu-Anspach brachte eine handgeschnitzte Eule aus dem Taunus mit — als Symbol für Weisheit, Freundschaft und den Blick über Grenzen hinweg.

    Die Gastgeber aus Šentjur wiederum überreichten Neu-Anspach und Saint-Florent-sur-Cher jeweils einen Apfelbaum einer traditionellen regionalen Sorte.

    Ein schönes Symbol für Städtepartnerschaften, die über viele Jahre gewachsen sind — und weiterhin Früchte tragen sollen.


    💙 Und was bleibt?

    Viele neue Kontakte.
    Alte Freundschaften.
    Sehr viele Geschichten.

    Und wahrscheinlich die Erkenntnis, dass Europa manchmal genau dort am stärksten ist, wo Menschen gemeinsam unterwegs sind, miteinander lachen und einfach Zeit miteinander verbringen.

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