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  • 31.05.2024, Lesezeit 10 Minuten

    Seit Montag, 6.5.2024 herrscht in Neu-Anspach ein buntes Treiben: Im Rahmen des großen trinationalen Partnerschaftstreffens ist das Trinationale Jugendprojekt gestartet. Dieses Jahr sind Freunde aus Frankreich und Slowenien zu Gast. Zwölf Jugendliche aus Saint-Florent-sur-Cher und zwölf aus Sentjur sind am Sonntagabend angereist, um gemeinsam mit 22 Schülern der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) eine aufregende und lehrreiche Woche zu erleben.

    Der offizielle Startschuss fiel am Montagmorgen im Anspacher Bürgerhaus beim sogenannten „Kick-Off“. Ein treffender Begriff, den alle verstehen, denn Englisch ist die gemeinsame Sprache, die die Jugendlichen aus drei Nationen verbindet. Andreas Braum, der stellvertretende Vereinsvorsitzende und Hauptverantwortliche für das Jugendprojekt, begrüßte herzlich die jungen Teilnehmer sowie die anwesenden Sponsoren und Unterstützer des Projektes.

    Starke Statements zur europäischen Zukunft

    Holger Bellino (CDU), der Schirmherr des Projekts, nutzte die Gelegenheit, um auf die Bedeutung der bevorstehenden Europawahl hinzuweisen: „Die Jugend ist die Zukunft.“ Er betonte, dass es entscheidend sei, die demokratischen Parteien in Europa zu stärken. Auch Bürgermeister Birger Strutz (CDU) fand klare Worte angesichts der aktuellen politischen Lage, insbesondere des Krieges in der Ukraine: „Der Zusammenhalt in Europa muss eine starke Kraft dagegen setzen, nicht nur politisch.“ Er lobte den VzFIB dafür, dass er mit großem Engagement Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenbringe und dabei bereits bei der Jugend ansetze.

    Spannende Workshops und Exkursionen

    Für die kommenden Tage hat der VzFIB zusammen mit seinen Kooperationspartnern ein vielfältiges Programm aus Workshops und Exkursionen organisiert. Die Jugendlichen können sich auf spannende Aktivitäten freuen, die nicht nur den interkulturellen Austausch fördern, sondern auch Einblicke in verschiedene Themen und Berufe bieten. Ob Kreativworkshops, sportliche Aktivitäten oder Exkursionen – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

    ARS-Schulleiter Dirk Schulz betont die Einzigartigkeit des Jugendprojekts.

    RS-Schulleiter Dirk Schulz betonte die Einzigartigkeit des Jugendprojektes. Seit 14 Jahren entstehen zwischen den Jugendlichen trinationale Freundschaften, die oft lange weitergeführt werden. „Das ist ein lebendiges Beispiel für eine offene Gesellschaft ohne Grenzen,“ sagte er überzeugt. Den diesjährigen Teilnehmern wünschte er prägende Erlebnisse, Erfahrungen und Begegnungen.

    Ein besonderer Dank galt nicht nur dem VzFIB, sondern auch den engagierten Betreuern der drei beteiligten Schulen. Aus der ARS sind neben Michaela Schmidt, der Leiterin der Europa-AG, auch ihre Kolleginnen Frau Tscherner und Frau Trottmann aktiv an der Umsetzung des Projektes beteiligt. Sie arbeiten Hand in Hand mit je zwei Lehrern des Collège Voltaire aus Saint-Florent-sur-Cher und der Osnovna šola Dramlje aus Sentjur. Diese enge Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg zeigt, wie wichtig und effektiv gemeinsames Engagement für internationale Verständigung sein kann.

    Das gegenseitige Kennenlernen während des Jugendprojektes ist nur eine Sache und das funktioniert am besten im gemeinsamen Tun. Während der einzelnen Aktivitäten werden auch weitere Werte vermittelt. Jeden Vormittag finden verschiedene Workshops teil. Dabei beschäftigt sich ein Teil der Schüler beim Verein Waldliebe mit dem Thema „Wasser und Wald“.

    Andere kochen und backen in der ARS-Schulküche. In der ARS findet auch der Graffiti-Workshop statt. Spannend dürfte werden, welche Ideen Jugendliche in ihren „Denkmälern der Freundschaft“ umsetzten. Die jungen Basketballer trainieren mit Sebastian Arnold von den ING Skywheelers unter besonderen Bedingungen, nämlich in Rollstühlen, und mussten erst einmal die Fortbewegung im Rollstuhl üben.

    Workshops und Ausflüge

    Nachmittags finden gemeinsame Unternehmungen statt. Echte Europäer lassen sich vom Wetter nicht beeindrucken. Deshalb fiel am Montag fiel die Stadtrallye zum landwirtschaftlichen Lohnunternehmen Staehr keineswegs ins Wasser. Im Regen liefen die Schüler zum Hubertushof, wo sie einen Vortrag zum Thema „Wasser und Landwirtschaft“ hörten. Dienstagnachmittag hatte der Schirmherr Holger Bellino die Jugendlichen in den hessischen Landtag eingeladen.

    Am Mittwoch sind die Jugendlichen in Bad Homburg bei der Fresenius Medical Care GmbH und erfahren dort viel zum Thema Wasser und Dialyse. Der Donnerstag wurde als Tag in den Familien geplant und am Nachmittag trafen die Jugendlichen dann die erwachsenen Teilnehmer des Partnerschaftstreffens.

    Gemeinsam ging es dann mit mehr als 130 Teilnehmern zu Europas größtem Kaltwassergeysir nach Andernach.

    Der Samstagvormittag war mit einem Stand auf dem Walter-Lübcke-Platz vor dem Bürgerhaus der Europawahl gewidmet und abends feierten Gastgeber, Gäste, Organisatoren, Unterstützer und Freunde musikalisch begleitet von der Schulband der ARS unter der Leitung von Daniel Ballmaier, ein buntes, fröhliches Fest, auf dem der Staffelstab für das Treffen in 2025 an die Bürgermeisterin Marie Line Cirre und die Vizepräsidentin des Comitee du Jumelage Marie-Josée Nivet überreicht wurde.

    Beide luden die Anwesenden zur Bürgerbegegnung in die französische Partnerstadt ein, die sich bereits jetzt schon auf große Festivitäten zum 500jährigen Schlossjubiläum in 2025 vorbereitet.

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