
31.05.2026, Lesezeit 3 Minuten
Ein kleiner grüner Drache bewacht die slowenische Bierverkostung, der Duft frischer Crêpes – eine Hommage an die französischen Freunde aus Saint-Florent – zieht über den Europatag, und vor den neuen Pavillon-Wänden entstehen die ersten Gespräche über Frankreich, Österreich und Slowenien.
Wer am 9. Mai am Stand des Vereins zur Förderung internationaler Beziehungen Neu-Anspach (VzFiB) vorbeikommt, merkt schnell: Europa ist hier keine politische Idee, sondern gelebte Begegnung.

Mit seinen neu gestalteten Pavillonwänden präsentiert sich der VzFiB in diesem Jahr besonders aufmerksamkeitsstark. Die großformatig bedruckten Planen informieren über den Verein und die drei Partnerstädte Neu-Anspachs:
Viele Besucherinnen und Besucher bleiben stehen, entdecken Bekanntes, erfahren Neues und kommen mit den Vereinsmitgliedern ins Gespräch. Die neuen Präsentationsflächen zeigen auf einen Blick, wofür der Verein seit mehr als vier Jahrzehnten steht: internationale Freundschaften fördern, Menschen zusammenbringen und Europa im Alltag erlebbar machen.

Neben den beliebten Crêpes zieht vor allem die Bierverkostung zahlreiche Gäste an. Ausgeschenkt wird Bier der traditionsreichen slowenischen Brauerei Laško, deren Heimatregion nur wenige Kilometer von Neu-Anspachs Partnerstadt Šentjur entfernt liegt.
Passend dazu begleitet ein kleiner Drache den Stand. Er erinnert an die vielen Drachenlegenden Sloweniens und sorgt besonders bei Kindern für neugierige Blicke. Gleichzeitig schlägt er eine Brücke zur bevorstehenden Bürgerbegegnung: Bereits eine Woche nach dem Europatag reist eine Delegation aus Neu-Anspach nach Šentjur, um dort gemeinsam mit Freundinnen und Freunden aus Slowenien und Frankreich einige Tage zu verbringen. So erhalten die Besucherinnen und Besucher bereits in Steinbach einen kleinen Vorgeschmack auf das Gastland der diesjährigen Bürgerbegegnung

Immer wieder zeigt sich an diesem Tag, was Europa im Kern ausmacht: Menschen kommen miteinander ins Gespräch, tauschen Erfahrungen aus und entdecken Gemeinsamkeiten.
Genau dafür engagiert sich der VzFiB. Der Verein fördert internationale Beziehungen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern Neu-Anspachs und den Menschen in den Partnerkommunen. Städtepartnerschaften werden dabei nicht nur verwaltet, sondern aktiv gelebt – durch Bürgerbegegnungen, Jugendprojekte, Vereinskontakte und gemeinsame Veranstaltungen.
Dass solche Begegnungen wirken, zeigt die wenige Tage später stattfindende trinationale Bürgerbegegnung in Šentjur. Dort treffen Menschen aus Neu-Anspach, Saint-Florent-sur-Cher und Šentjur zusammen, knüpfen neue Kontakte und vertiefen bestehende Freundschaften. Aus vielen dieser Begegnungen entstehen Verbindungen, die über Jahre bestehen bleiben.

Der Europatag in Steinbach macht deutlich: Europa beginnt nicht in Brüssel oder Straßburg. Europa beginnt dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und gemeinsame Erlebnisse teilen.
Der VzFiB freut sich über das große Interesse am Europatag, die vielen Gespräche am Stand und alle Besucherinnen und Besucher, die Europa an diesem Tag ein Stück näher kennengelernt haben.
Denn genau diese Begegnungen machen Europa lebendig – persönlich, herzlich und grenzenlos.