Bürgerbegegnung 2026 in Slowenien

25.5.2026, Lesezeit: 3 Minuten
Ein Reisebus voller Vorfreude. Gastfamilien statt Hotelroutine. Jugendliche, neue Begegnungen, alte Freundschaften. Internationale Gespräche zwischen Folk-Rock, Opernarien und dem „Kul-Bazar“.
Und genau deshalb war dieses Wochenende in Šentjur so ganz anders als das, was sich viele unter Städtepartnerschaften vorstellen.
Schon die Anreise hat Festival-Vibes
Morgens um fünf Uhr am Busparkplatz — eigentlich viel zu früh.
Und trotzdem: sofort gute Stimmung.
Zwischen Kaffee, Reisesnacks und ersten Gesprächen entstand schnell das Gefühl, dass das keine normale Vereinsfahrt wird.
Spätestens hinter Österreich war klar: Diese Reisegruppe funktioniert.

Warum Gastfamilien einfach unschlagbar sind
Hotel kann jeder.
Die schönsten Momente entstehen meistens dort, wo man gemeinsam am Küchentisch sitzt, über Sprachmischungen lacht oder plötzlich merkt, wie ähnlich Menschen sich eigentlich überall sind.
Genau das macht Städtepartnerschaften besonders.
Der Kul-Bazar war ein kleines Europa-Festival

Musik. Gespräche. Essen. Internationale Begegnungen.
Der „Kul-Bazar“ brachte Menschen unterschiedlichster Nationen mitten in Šentjur zusammen — offen, herzlich und komplett ohne steifen Veranstaltungscharakter.
Oder kurz gesagt: ziemlich genau das Gegenteil von dem, was viele mit Städtepartnerschaften verbinden.
Das Finale? Alles — außer gewöhnlich
Den Abschlussabend einfach nur „Bunter Abend“ zu nennen, wäre wahrscheinlich die Untertreibung des Wochenendes gewesen.
Zwischen Opernarien, Folk-Rock, internationalem Publikum, spontanen Gesprächen und sehr viel guter Stimmung entwickelte sich der Abend irgendwo zwischen Kulturfestival, Freundestreffen und europäischer Familienfeier.
Für echte Gänsehautmomente sorgten Mojca und Primož Hladnik mit dem berühmten Trinklied aus Verdis La Traviata — und keine halbe Stunde später wurde getanzt.
Genau solche Abende bleiben am Ende in Erinnerung:
nicht wegen eines offiziellen Programms, sondern wegen des besonderen Gefühls, gemeinsam etwas erlebt zu haben.
Donnerstag: Ankommen, Wiedersehen und europäische Begegnungen
Bereits am Donnerstag begann die Bürgerbegegnung offiziell im Kulturzentrum Ipavec in Šentjur. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg begrüßten die Gastgeberinnen und Gastgeber die internationalen Gäste aus Neu-Anspach und Saint-Florent-sur-Cher.
Neben vielen vertrauten Gesichtern gab es auch zahlreiche neue Begegnungen — und genau diese Mischung machte die Atmosphäre vom ersten Abend an besonders.
Neu-Anspachs Bürgermeister Birger Strutz nutzte die Tage außerdem für den Austausch mit Bürgermeister Marko Diaci sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Šentjur. Im Mittelpunkt standen nicht nur die langjährigen Partnerschaften, sondern auch neue Ideen für zukünftige Projekte und Begegnungen.
Freitag: Geschichte, Natur und slowenische Legenden
Der Freitag führte die Reisegruppe zunächst nach Rogatec. Dort wurde im beeindruckenden Freilichtmuseum Geschichte lebendig: historische Bauernhäuser, traditionelle Werkstätten und spannende Einblicke in das frühere Leben der Region machten den Besuch zu einer kleinen Zeitreise.
Anschließend ging es weiter nach Rogaška Slatina — einer der bekanntesten Kurstädte Sloweniens. Dort verbindet sich prachtvolle Architektur mit Natur, Heilwasser und einer ganz eigenen Atmosphäre.
Und natürlich durfte auch die passende slowenische Legende nicht fehlen: Der Sage nach war es Pegasus, das geflügelte Pferd der griechischen Mythologie, das dort mit seinem Huf die berühmte Heilquelle entstehen ließ.
Zwischen Aussichtsturm, Kurpark und gemeinsamen Gesprächen entstanden dabei viele dieser kleinen Momente, die man später oft am stärksten in Erinnerung behält.
Samstag: Kul-Bazar, Musik und ganz viel internationales Flair
Am Samstag verwandelte sich der Obermarkt von Šentjur in einen internationalen Treffpunkt voller Musik, Begegnungen und kultureller Vielfalt.
Beim „Kul-Bazar“ präsentierten Menschen unterschiedlichster Nationen ihre Kulturen, Spezialitäten und Traditionen. Der Name passte perfekt zur Stimmung: irgendwo zwischen Kulturfestival, Straßenfest und internationalem Miteinander.
Überall wurde gesprochen, gelacht, probiert und fotografiert. Die Grenzen zwischen Gästen, Gastgebern und Nationen verschwammen dabei ziemlich schnell.
Zusätzlich konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Haus der berühmten Komponistenfamilie Ipavec sowie die Museumssammlungen der Stadt besuchen. Besonders schön: Führungen wurden eigens auf Deutsch und Französisch angeboten.
Jugendprogramm: Europa ganz selbstverständlich erleben
Parallel zum offiziellen Programm war auch die Jugendgruppe aus Neu-Anspach unterwegs.
Die Schülerinnen und Schüler der Adolf-Reichwein-Schule nahmen gemeinsam mit Jugendlichen aus Šentjur an einem eigenen internationalen Programm teil — organisiert vom Jugendzentrum Šentjur unter Leitung von Ines Zelič.
Auf dem Programm standen unter anderem:
Gerade solche Begegnungen zeigen, wie unkompliziert und selbstverständlich internationales Miteinander für junge Menschen heute sein kann.
Gastgeschenke mit Symbolkraft
Natürlich wurden auch Gastgeschenke ausgetauscht — allerdings mit deutlich mehr Persönlichkeit als klassische Standard-Souvenirs.
Neu-Anspach brachte eine handgeschnitzte Eule aus dem Taunus mit — als Symbol für Weisheit, Freundschaft und den Blick über Grenzen hinweg.
Die Gastgeber aus Šentjur wiederum überreichten Neu-Anspach und Saint-Florent-sur-Cher jeweils einen Apfelbaum einer traditionellen regionalen Sorte.
Ein schönes Symbol für Städtepartnerschaften, die über viele Jahre gewachsen sind — und weiterhin Früchte tragen sollen.
💙 Und was bleibt?
Viele neue Kontakte.
Alte Freundschaften.
Sehr viele Geschichten.
Und wahrscheinlich die Erkenntnis, dass Europa manchmal genau dort am stärksten ist, wo Menschen gemeinsam unterwegs sind, miteinander lachen und einfach Zeit miteinander verbringen.
Seit 2009 treffen sich jedes Jahr 48 junge Menschen aus den drei Partnerstädten Saint-Florent-sur-Cher, Sentjur und Neu-Anspach, um eine Woche lang Europa zu erleben, andere Kulturen kennenzulernen, in Workshops zusammenzuarbeiten und Spaß zu haben.
Finanziell unterstützt von Sponsoren wie der Mainova, ErasmusPlus, den Partnerstädten, und lokalen Unternehmen, entstehen den Teilnehmern nur geringe Kosten. Dank der ehrenamtlichen Arbeit der Mitglieder des Vereins zur Förderung internationaler Beziehungen (VzFiB), der Komitees für Städtepartnerschaften in Sentjur und Saint-Florent-sur-Cher, der kooperierenden Schulen Adolf-Reichwein-Schule, Collège Voltaire sowie in Sentjur mit Osnovna šola Dramlje , Osnovna sola Hrusevec als auch Osnovna sola Slivnica, der Gemeinden und der Schüler selbst wird jedes Jahr ein großartiges Programm erstellt, organisiert, durchgeführt und evaluiert.
Die Highlights von 2024 gibt es hier zum Durchblättern im digitalen Fotobuch
Und wer das Buch gern in gedruckter Form in Händen halten oder es verschenken möchte, kann es zum Selbstkostenpreis von 35 € bestellen. Einfach eine kurze Mail an vorstand@vzfib-neu-anspach.de senden.

Ein farbiger und vielseitiger Überblick über die Projekte und die Highlights der Begegnung 2024 – einfach auf den Button klicken und genießen…
31.05.2024, Lesezeit 10 Minuten

Seit Montag, 6.5.2024 herrscht in Neu-Anspach ein buntes Treiben: Im Rahmen des großen trinationalen Partnerschaftstreffens ist das Trinationale Jugendprojekt gestartet. Dieses Jahr sind Freunde aus Frankreich und Slowenien zu Gast. Zwölf Jugendliche aus Saint-Florent-sur-Cher und zwölf aus Sentjur sind am Sonntagabend angereist, um gemeinsam mit 22 Schülern der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) eine aufregende und lehrreiche Woche zu erleben.
Der offizielle Startschuss fiel am Montagmorgen im Anspacher Bürgerhaus beim sogenannten „Kick-Off“. Ein treffender Begriff, den alle verstehen, denn Englisch ist die gemeinsame Sprache, die die Jugendlichen aus drei Nationen verbindet. Andreas Braum, der stellvertretende Vereinsvorsitzende und Hauptverantwortliche für das Jugendprojekt, begrüßte herzlich die jungen Teilnehmer sowie die anwesenden Sponsoren und Unterstützer des Projektes.
Holger Bellino (CDU), der Schirmherr des Projekts, nutzte die Gelegenheit, um auf die Bedeutung der bevorstehenden Europawahl hinzuweisen: „Die Jugend ist die Zukunft.“ Er betonte, dass es entscheidend sei, die demokratischen Parteien in Europa zu stärken. Auch Bürgermeister Birger Strutz (CDU) fand klare Worte angesichts der aktuellen politischen Lage, insbesondere des Krieges in der Ukraine: „Der Zusammenhalt in Europa muss eine starke Kraft dagegen setzen, nicht nur politisch.“ Er lobte den VzFIB dafür, dass er mit großem Engagement Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenbringe und dabei bereits bei der Jugend ansetze.
Für die kommenden Tage hat der VzFIB zusammen mit seinen Kooperationspartnern ein vielfältiges Programm aus Workshops und Exkursionen organisiert. Die Jugendlichen können sich auf spannende Aktivitäten freuen, die nicht nur den interkulturellen Austausch fördern, sondern auch Einblicke in verschiedene Themen und Berufe bieten. Ob Kreativworkshops, sportliche Aktivitäten oder Exkursionen – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

RS-Schulleiter Dirk Schulz betonte die Einzigartigkeit des Jugendprojektes. Seit 14 Jahren entstehen zwischen den Jugendlichen trinationale Freundschaften, die oft lange weitergeführt werden. „Das ist ein lebendiges Beispiel für eine offene Gesellschaft ohne Grenzen,“ sagte er überzeugt. Den diesjährigen Teilnehmern wünschte er prägende Erlebnisse, Erfahrungen und Begegnungen.
Ein besonderer Dank galt nicht nur dem VzFIB, sondern auch den engagierten Betreuern der drei beteiligten Schulen. Aus der ARS sind neben Michaela Schmidt, der Leiterin der Europa-AG, auch ihre Kolleginnen Frau Tscherner und Frau Trottmann aktiv an der Umsetzung des Projektes beteiligt. Sie arbeiten Hand in Hand mit je zwei Lehrern des Collège Voltaire aus Saint-Florent-sur-Cher und der Osnovna šola Dramlje aus Sentjur. Diese enge Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg zeigt, wie wichtig und effektiv gemeinsames Engagement für internationale Verständigung sein kann.

Das gegenseitige Kennenlernen während des Jugendprojektes ist nur eine Sache und das funktioniert am besten im gemeinsamen Tun. Während der einzelnen Aktivitäten werden auch weitere Werte vermittelt. Jeden Vormittag finden verschiedene Workshops teil. Dabei beschäftigt sich ein Teil der Schüler beim Verein Waldliebe mit dem Thema „Wasser und Wald“.
Andere kochen und backen in der ARS-Schulküche. In der ARS findet auch der Graffiti-Workshop statt. Spannend dürfte werden, welche Ideen Jugendliche in ihren „Denkmälern der Freundschaft“ umsetzten. Die jungen Basketballer trainieren mit Sebastian Arnold von den ING Skywheelers unter besonderen Bedingungen, nämlich in Rollstühlen, und mussten erst einmal die Fortbewegung im Rollstuhl üben.
Workshops und Ausflüge
Nachmittags finden gemeinsame Unternehmungen statt. Echte Europäer lassen sich vom Wetter nicht beeindrucken. Deshalb fiel am Montag fiel die Stadtrallye zum landwirtschaftlichen Lohnunternehmen Staehr keineswegs ins Wasser. Im Regen liefen die Schüler zum Hubertushof, wo sie einen Vortrag zum Thema „Wasser und Landwirtschaft“ hörten. Dienstagnachmittag hatte der Schirmherr Holger Bellino die Jugendlichen in den hessischen Landtag eingeladen.
Am Mittwoch sind die Jugendlichen in Bad Homburg bei der Fresenius Medical Care GmbH und erfahren dort viel zum Thema Wasser und Dialyse. Der Donnerstag wurde als Tag in den Familien geplant und am Nachmittag trafen die Jugendlichen dann die erwachsenen Teilnehmer des Partnerschaftstreffens.
Gemeinsam ging es dann mit mehr als 130 Teilnehmern zu Europas größtem Kaltwassergeysir nach Andernach.
Der Samstagvormittag war mit einem Stand auf dem Walter-Lübcke-Platz vor dem Bürgerhaus der Europawahl gewidmet und abends feierten Gastgeber, Gäste, Organisatoren, Unterstützer und Freunde musikalisch begleitet von der Schulband der ARS unter der Leitung von Daniel Ballmaier, ein buntes, fröhliches Fest, auf dem der Staffelstab für das Treffen in 2025 an die Bürgermeisterin Marie Line Cirre und die Vizepräsidentin des Comitee du Jumelage Marie-Josée Nivet überreicht wurde.
Beide luden die Anwesenden zur Bürgerbegegnung in die französische Partnerstadt ein, die sich bereits jetzt schon auf große Festivitäten zum 500jährigen Schlossjubiläum in 2025 vorbereitet.
















01.04.2024, Lesezeit 3 Minuten

NEU: Programm auf DEUTSCH, FRANZÖSISCH UND SLOWENISCH.
Am 5. Mai 2024 ist es wieder soweit! 48 Jugendliche aus Saint-Florent-sur-Cher, Sentjur und Neu-Anspach kommen zusammen um 6 Tage lang zusammen zu arbeiten, zu lernen, Spaß zu haben, über den Tellerrand zu blicken, sich mit Händen und Füßen zu verständigen, Waldliebe zu entdecken, die Kraft des Wassers zu spüren, Grenzen und Begrenzungen bei Sport, Spiel und Kunst zu überwinden und Europa hautnah zu erleben.
Das ist nur möglich zusammen mit der Stadt Neu-Anspach, unserem Kooperationspartner – der Adolf-Reichwein-Schule – und den Spendern und Sponsoren, die finanziell und mit Ideen, Anregungen und kreativen Lösungen dabei sind.
Ein großes Dankeschön geht an die Organisatoren, Schulen, Komitees und Gemeinden in Sentjur und Saint-Florent-sur-Cher!
Besonders hervorheben möchten wir die Klaus-Tschira-Stiftung, die unser Projekt sehr unterstützt und fördert.


11.02.2024, Lesezeit 3 Minuten
Neu-Anspach lädt von Himmelfahrtsdonnerstag, 9. Mai bis Sonntag,12. Mai zur Bürgerbegegnung mit unseren französischen und slowenischen Freunden und zum trinationalen Jugendprojekt vom 5. bis 12. Mai 2024 ein.
Das diesjährige Motto „Perspektivwechsel in Europa“ ist gleichzeitig das Programm, bei dem sich generationenübergreifend die Teilnehmer über Fragen des Umwelt- und Naturschutzes, dem verantwortungsbewussten Umgangs mit Ressourcen und der damit zusammenhängenden europäischen Dimension austauschen werden.
Daher nochmal der Aufruf: Seien Sie Gastgeber mit (internationalem) Herz!
Öffnen Sie Ihre Türen und lassen Sie uns gemeinsam die bereichernden Kontakte zu unseren französischen und slowenischen Freunden vertiefen.
Melden Sie sich bereits jetzt als Gastgeber an. Unten finden Sie den Kontaktbogen. Einfach auf den grünen Button klicken, downloaden, ausfüllen und per Mail oder Post an die Vorstandsemail oder die postalische Adresse senden. Selbstverständlich beantworten wir auch Ihre Fragen vorab per Telefon oder Mail.
Gut zu wissen – Hier kommt schon mal eine Übersicht über den Verlauf des Wochenendes:
Die Gäste reisen voraussichtlich am Donnerstagnachmittag (9.05.2024) an. Es gibt eine optionale Gästebegrüßung in Neu-Anspach zusammen mit den Gastgebern im katholischen Gemeindezentrum. Danach findet das Abendessen in den Gastfamilien statt.
Am Freitag, 10.05.2024, werden die Gäste eine ganztägige Exkursion machen, bei der es auch ein Mittagessen geben wird.
Der Samstagvormittag ist entweder zur freien Verfügung mit den Gästen – evtl. findet noch eine optionale Veranstaltung in Neu-Anspach statt.
Am Abend findet der Abschlussabend im Bürgerhaus in Neu-Anspach für Gäste und Gastgeber statt.
Die slowenischen Gäste werden voraussichtlich wie in den vergangenen Jahren um Mitternacht heimfahren. Die französischen Gäste reisen am Sonntag, 12.05.2024 gegen 9 Uhr ab.
Sie brauchen noch ein paar Argumente für Ihr Engagement? Dann schauen Sie einfach in der Rubrik „Verein“ auf dieser Webseite. Im Bereich Häufige Fragen finden Sie 5 gute Gründe, bei Städtepartnerschaftstreffen mitzumachen. Viel Vergnügen beim Lesen!
23.12.2023; Lesezeit 15 Minuten

Hochkonzentriert sitzt Fianna im Reisebus und beginnt ihre Erlebnisse und Erfahrungen niederzuschreiben, die sie gerade beim trinationalen Jugendprojekt zusammen mit 47 weiteren Jugendlichen aus den Partnerstädten Saint-Florent-sur-Cher, Sentjur und Neu-Anspach niederzuschreiben.
Ein halbes Jahr später erscheint das Ergebnis ihrer Arbeit – ein mehrseitiger Beitrag mit eigenen Fotos – im Jahrbuch 2024 des Hochtaunuskreises.
Wie internationale Freundschaften beginnen und was die Highlights der Projektveranstaltungen waren, lässt sich gleich hier nachlesen. Mit freundlicher Genehmigung der Autorin Fianna Gubisch und des Verlags ist der ganze Beitrag hier digital veröffentlicht.
Präsentiert wurde das Jahrbuch des Hochtaunuskreises auf einer feierlichen Veranstaltung im Landratsamt durch Landrat Ulrich Krebs, der – unterstützt durch die HR-Moderatorin Frau da Silva – einige der Autoren und Autorinnen vorstellte.
Verfügbar jetzt im Buchhandel und im BIS des Landratsamtes für 15,- Euro. ISBN: 978-3-7374-0505-8.

15.07.2023, Lesezeit 2 Minuten
Unter der Überschrift „Europäisch gleich bunt – Junge Visionen für ein Europa der Vielfalt“ fand der mittlerweile 70. Jugendwettbewerb der „Europäische Bewegung Deutschland e.V.“ statt, an dem fast 70.000 Schüler*innen von ca. 1.300 Schulen teilnahmen.
Aus dem Hochtaunuskreis waren in diesem Jahr 3 Schulen mit 105 Schülern dabei: Wie schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich das Humboldt-Gymnasium aus Bad Homburg und die Sankt-Angela-Schule aus Königstein. Zum ersten Mal reichte auch die Europa-AG unseres Kooperationspartners, der Adolf-Reichwein-Schule Neu-Anspach einen Liedbeitrag ein und gewann damit gleich den 1. Preis des Landes Hessen. Der Song, selbst getextet und komponiert, trägt den Titel „Freundschaft ist das, was zählt“ und ist inspiriert von den Jugendprojekten der Städtepartnerschaften Neu-Anspachs mit der französischen Gemeinde Saint-Florent-sur-Cher und Šentjur in Slowenien. Es geht um die Erfahrung der Jugendlichen, dass bei Freundschaften Nationalitäten und unterschiedliche Sprachen, sozialer Status, Geld und Statussymbole unwichtig sind, dafür vielmehr Gemeinschaft und gegenseitiges Verständnis zählen. Deshalb ist der Liedtext auch dreisprachig und wurde bereits bei der letzten Bürgerbegegnung und der Jubiläumsfeier des Vereins vor großem Publikum präsentiert.
Während im Mai die von hessischen Schulen gewonnenen Bundespreise und besonderen Landespreise im Rahmen einer Veranstaltung bei EUMETSAT in Darmstadt verliehen wurden, lud der Hochtaunuskreis seine erfolgreichen Schüler*innen am 12. Juli zur Preisverleihung ein. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Kreisbeigeordnete Katrin Hechler übergab Hildegard Klär, Vorsitzende der Europa-Union Hochtaunuskreis, die Urkunden und Preise an die Gewinner. Auch den vier Lehrerinnen, die die Schülergruppen leiten, wurde ein besonderer Dank ausgesprochen. Abschließend fanden sich alle Schüler im Innenhof des Landratsamtes für ein Abschiedsfoto ein.
Wir gratulieren den erfolgreichen Europa-Enthusiasten ganz herzlich zu dem bemerkenswerten Erfolg.

„Together in joy!“ – „In Freude vereint!“ – „Ensemble dans la joie“
– Trinationales Jugendprojekt 2023 in Šentjur
Für das 13. Jugendprojekt der Städtepartnerschaften haben die slowenischen Organisierenden mit „Together in joy!“ ein absolut passendes Motto kreiert. Dazu gehört ein vielseitiges Programm, das durch ErasmusPlus, dem Mobilitätsprogramm der EU für Jugendliche, geprüft und finanziell gefördert wird. Mit großer Gastfreundschaft, verschiedenen Aktivitäten und ganz viel Spaß erwarten 24 slowenische Gastgebende – Schüler der Grund- und Mittelschule in Dramlje (Šentjur) – die jeweils 12 Jugendlichen aus Neu-Anspach und dem französischen Saint-Florent-sur-Cher. Die Begleitpersonen aus Deutschland sind diesmal für die Adolf-Reichwein-Schule Michaela Schmidt und für den Verein zur Förderung internationaler Beziehungen Andreas Braum. Aus Frankreich begleiten Sandrine Gatinois und ihre Kollegin Carolin Alger vom College Voltaire die Schüler. Das Organisationsteam der slowenischen Schule sind die Schulleiterin Mirjana Aužner sowie die beiden Lehrer Mitjar Logar und Simon Hebar, die unterstützt werden durch die Mitarbeitenden des Jugendcenters in Šentjur Lara Zmaher und Ines Zelič.
Eine der Jugendlichen aus Neu-Anspach, Fianna Gubisch, berichtet:
Das erste, dass bei der Ankunft in Dramlje, einem zu Šentjur gehörenden Ortsteil, gemacht wurde, war natürlich ein Foto von allen Austauschpartnern zusammen. Dadurch dass alle von der Fahrt, die teilweise über Nacht erfolgte, erschöpft waren, wurde der Rest des Tages wie im zu vorigen Jahr mit den Gastfamilien verbracht.
Als es dann am Montag endlich los ging, lernten sich erstmal alle durch diverse Kennlernspiele besser kennen und entdeckten die Schule. Am Mittag gab es ein Honig-Picknick, bei dem man verschiedene Honigarten probieren konnte.
Am folgenden Tag ging es nach einen kurzen Aufwärmprogramm in die Workshops: Kochen, Kräuter für Kosmetik und Essen verwenden und einen Barfußpark gestalten. Leider konnte die darauffolgende Wanderung aufgrund des starken Regens nicht stattfinden, wurde aber durch die Vorbereitungen für Samstag ersetzt. Am Samstagabend trafen sich dann die Gastgebenden und die Gäste der Bürgerbegegnung und des Jugendprojekts zum Bunten Abend, an dem gegessen, getanzt, gesungen und einfach gefeiert wurde.
Ein ganz besonderes Gastgeschenk haben sich Ines Zelič und Lara Zmaher ausgedacht und mit viel Engagement und Kreativität ein Fotobuch von allen bisherigen Jugendprojekten erstellt.
Für alle, die die Highlights und Aktivitäten der Jugendprojekte der Städtepartnerschaften seit 2009 entdecken möchten, geht´s hier zum digitalen Fotoalbum.
Seit 2009 treffen sich jedes Jahr 48 junge Menschen aus den drei Partnerstädten Saint-Florent-sur-Cher, Sentjur und Neu-Anspach, um eine Woche lang Europa zu erleben, andere Kulturen kennenzulernen, in Workshops zusammenzuarbeiten und Spaß zu haben.
Finanziell unterstützt von ErasmusPlus, dem europäischen Mobilitätsprogramm für junge Menschen, entstehen den Teilnehmern nur geringe Kosten. Dank der ehrenamtlichen Arbeit der Mitglieder des Vereins zur Förderung internationaler Beziehungen (VzFiB), der Komitees für Städtepartnerschaften in Sentjur und Saint-Florent-sur-Cher, der kooperierenden Schulen Adolf-Reichwein-Schule, Collège Voltaire sowie in Sentjur mit Osnovna šola Dramlje , Osnovna sola Hrusevec als auch Osnovna sola Slivnica, der Gemeinden und der Schüler selbst wird jedes Jahr ein großartiges Programm erstellt, organisiert, durchgeführt und evaluiert. Auch die Mitarbeiter Jugendhäuser in den Parrtnergemeinden haben einen großen Anteil an den Projekten und engagieren sich sehr.
So ist das vorliegende Fotobuch eine Arbeit vor allem von Ines Zelić und Lara Zmaher vom https://www.mladi-sentjur.si/, dem Jugendcenter Sentjur. Vielen Dank! Hvala! Merci!

56 Seiten geben einen Überblick über die Projekte und zeigen die Highlights der Begegnungen – einfach auf den Button klicken und genießen…

„Acting to live better together! Agir pour mieux vivre ensemble“ Gemeinsam aktiv für ein besseres Zusammenleben.“
– Trinationales Jugendprojekt 2022 in Saint-Florent-sur-Cher
Nach zwei Jahren Corona-Pause trafen sich die Freunde aus Deutschland, Frankreich und Slowenien über Himmelfahrt endlich wieder persönlich. Diesmal, wie seit 2020 geplant, im französischen Saint-Florent-sur-Cher. Die Jugendlichen aus den drei Partnerstädten bilden jedes Jahr im Zuge des Jugendprojektes die Vorhut für das große Partnerschaftstreffen.
Elf Jugendliche der Adolf-Reichwein-Schule sind mit Lehrerin Lili Kramer und Helga Feller, der Vorsitzenden des Vereins zur Förderung Internationaler Beziehungen Neu-Anspach (VzFIB), mit dem Zug nach Paris gereist. Schon die 90-minütige Sightseeingtour in der französischen Kapitale war eine super Einstimmung auf eine Woche Frankreich.
In Saint-Florent-sur-Cher trafen sie die französischen Teilnehmer des Jugendprojektes und die Jugendlichen aus dem slowenischen Sentjur. Bürgermeisterin Nicole Progin empfing zu Beginn die jungen Leute in ihrem Amtssitz im Florentaiser Schloss. Der erste Tag war voller interessanter Eindrücke für die 47 Jugendlichen und ihre Begleiter und so ging es auch weiter. Mit Workshops, Entdeckungstouren in der Partnerstadt und der nahegelegenen Kreisstadt Bourges, einem buchstäblich ins Wasser gefallenen Besuch im Kletterpark, bei dem man sich wetterbedingt statt zu kraxeln austauschen und kennenlernen konnte und zahlreichen weiteren Highlights hatte das Organisationsteam in Frankreich, bestehend aus dem Partnerschaftskomitee und der Schule, insbesondere der Lehrerin Sandrine Gatinois und ihrer Kollegin vom Jugendzentrum, Magali Grochoki, ein spannendes Programm konzipiert. Das entsprach nicht nur den strengen Bewertungsmaßstäben von ErasmusPlus, sondern hat auch die Jugendlichen und ihre Begleiter begeistert. Alle haben engagiert mitgearbeitet, viel gelernt und eine Menge Spaß gehabt. Die Workshop-Ergebnisse wurden wie üblich auf dem Bunten Abschlussabend den Teilnehmern der Bürgerbegegnung und den Eltern der französischen Jugendlichen präsentiert.
Viel zu schnell ging diese Woche des Austausches, des gemeinsamen Lernens und Arbeiten und des Spaßes vorbei – wie immer gab es Abschiedstränen und den innigen Wunsch aller sich bald wiederzusehen… Ganz im Sinne von Erasmus: enriches lives, opens minds (bereichert das Leben und öffnet den Geist)
Auf ein Wiedersehen in 2023 in Šentjur- die Einladung erfolgte bereits durch den Komitee-Vorsitzenden Robert Gajsek auf dem Bunten Abend und ein herzliches Merci an die Freunde in Saint-Florent-sur-Cher!