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  • 11.02.2024, Lesezeit 3 Minuten

    Neu-Anspach lädt von Himmelfahrtsdonnerstag, 9. Mai bis Sonntag,12. Mai zur Bürgerbegegnung mit unseren französischen und slowenischen Freunden und zum trinationalen Jugendprojekt vom 5. bis 12. Mai 2024 ein.

    Das diesjährige Motto „Perspektivwechsel in Europa“ ist gleichzeitig das Programm, bei dem sich generationenübergreifend die Teilnehmer über Fragen des Umwelt- und Naturschutzes, dem verantwortungsbewussten Umgangs mit Ressourcen und der damit zusammenhängenden europäischen Dimension austauschen werden.

    Daher nochmal der Aufruf: Seien Sie Gastgeber mit (internationalem) Herz!

    Öffnen Sie Ihre Türen und lassen Sie uns gemeinsam die bereichernden Kontakte zu unseren französischen und slowenischen Freunden vertiefen.

    Melden Sie sich bereits jetzt als Gastgeber an. Unten finden Sie den Kontaktbogen. Einfach auf den grünen Button klicken, downloaden, ausfüllen und per Mail oder Post an die Vorstandsemail oder die postalische Adresse senden. Selbstverständlich beantworten wir auch Ihre Fragen vorab per Telefon oder Mail.

    Kontaktbogen für Gastgeber zum Herunterladen

    Gut zu wissen – Hier kommt schon mal eine Übersicht über den Verlauf des Wochenendes:

    Die Gäste reisen voraussichtlich am Donnerstagnachmittag (9.05.2024) an. Es gibt eine optionale Gästebegrüßung in Neu-Anspach zusammen mit den Gastgebern im katholischen Gemeindezentrum. Danach findet das Abendessen in den Gastfamilien statt.

    Am Freitag, 10.05.2024, werden die Gäste eine ganztägige Exkursion machen, bei der es auch ein Mittagessen geben wird.

    Der Samstagvormittag ist entweder zur freien Verfügung mit den Gästen – evtl. findet noch eine optionale Veranstaltung in Neu-Anspach statt.

    Am Abend findet der Abschlussabend im Bürgerhaus in Neu-Anspach für Gäste und Gastgeber statt.

    Die slowenischen Gäste werden voraussichtlich wie in den vergangenen Jahren um Mitternacht heimfahren. Die französischen Gäste reisen am Sonntag, 12.05.2024 gegen 9 Uhr ab.

    Sie brauchen noch ein paar Argumente für Ihr Engagement? Dann schauen Sie einfach in der Rubrik „Verein“ auf dieser Webseite. Im Bereich Häufige Fragen finden Sie 5 gute Gründe, bei Städtepartnerschaftstreffen mitzumachen. Viel Vergnügen beim Lesen!

    01.06.2023; Lesezeit: 5 Minuten

    50 shades of Green oder: Wie viele Schattierungen von Grün gibt es im grünen Herzen Europas? Die Antwort auf diese Frage fand jeder der Teilnehmer der Bürgerbegegnung 2023 für sich selbst im Laufe der Bürgerbegegnung der Städtepartnerschaften, die vom 17. bis 21. Mai in der Partnerstadt Šentjur stattfand.

    Auch wenn am Ankunftstag die französischen Freunde erst am Abend anreisten, konnten sich die Gäste aus Neu-Anspach nach dem Reisesegen beim entspannten Empfang im Kulturhaus kulinarisch bestens mit einem köstlichen Fingerfood-Buffet und kühlen Getränken von der mehr als 800km langen Busfahrt erholen und das Wiedersehen mit den slowenischen Gästen feiern.

    Am Freitag ging es dann gemeinsam mit den französischen Freunden aus Saint-Florent-sur-Cher auf Exkursion in den nahegelegenen Nationalpark Kozjanski, der eines der ältesten und größten Schutzgebiete Sloweniens mit einer außergewöhnlich vielfältigen Biodiversität ist.

    Die beiden Reisebusse schrauben sich in engen Kehren Hügel und Berge hinauf, an einem Kreuzweg, einzelnen Gehöften und immer wieder sattgrünen Wiesen und Weiden vorbei, bevor plötzlich zwischen Nebelfetzen die mächtigen Mauern der Burg Podsreda sichtbar werden. Da liegt sie, die seit 40 Jahren in Renovierung befindliche, von vielen Reiseführern als malerischste Burg Sloweniens beschriebene ehemalige Festung der Grafen von Gurk.

    Fast ist es, als hörte man Ritter und Knappen über den Burghof eilen, so magisch ist die Atmosphäre. In Deutsch und Französisch bekommen die Gäste eine Einführung, um anschließend auf eigene Faust die Ausstellungen zur Geschichte der Burg und zur Fauna der Gegend zu entdecken.

    Anschließend geht es zum Touristik Center Jelenov Greben, bei der es Kunstgewerbliches aus Holz und Keramik und slowenische Köstlichkeiten, wie Salami, Schinken, hausgemachte Marmeladen, Liköre und Säfte zu bestaunen und zu kaufen gibt.

    Zum Mittagessen erwartet uns das Restaurant Haler in Podčetrtek und serviert nach der Führung durch die dazugehörige Privatbrauerei zum 3-Gänge-Menü die verschiedenen Biersorten des Hauses. Eine besondere Spezialität ist das grüne Bier mit Hanf-Aroma, das durch spezielle Hopfen-Sorten seine außergewöhnliche Farbe und seinen herb-bitteren Geschmack erhält.

    Der Höhepunkt des Tages führte die Besucher zum Kloster Olimje, einem idyllischen Ort der Ruhe und Spiritualität. Die beeindruckende Architektur des Minoriten-Klosters und die kunstvollen Gärten schufen eine Atmosphäre der Einkehr und Kontemplation. Ein Besuch der Apotheke, die zu den ältesten Europas gehört, versetzte die Besucher in Staunen und Begeisterung über die Wand- und Deckengemälde, die Einrichtung und die eindrucksvolle Geschichte dieses Ortes.

    Nach Kräutern, Tinkturen und Salben lockten in der nahegelegenen Schokoladenmanufaktur süße Schokoladen- und Pralinenkreationen.

    Auf der Rückfahrt war man sich einig, dass die Gastgeber ihren Gäste einen unvergesslichen Tag beschert haben. Mit der gemeinsamen Leidenschaft für Kultur, Geschichte und Natur war es leicht, sprachliche Barrieren zu überwinden.

    Am Samstag wurde es international in Sentjur beim kulturellen und kulinarischen Basar, wo sich neben den Gästen aus Deutschland und Frankreich auch eine heimische Volkstanzgruppe und in der Partnerstadt lebende Deutsche, Mexikaner, Peruaner, Nepalesen, Kosovaren und Ukrainer vorstellten.

    Außerdem erfuhren die Gäste in den Museen und Galerien der Stadt mehr über die Kultur ihrer Gastgeber, unter anderem über die Komponistenfamilie Ipavec.

    „Die drei Tage viel zu kurz“, waren sich nicht nur die Neu-Anspacher beim Abschlusstreffen am Samstagabend einig. Laut Sentjurs Bürgermeister Marko Diaci ist es wieder gelungen, zu zeigen, dass es starke Werte sind, die Europa verbinden. „Wir alle müssen uns bemühen, um gemeinsame Probleme zu lösen.“

    Die alternde Bevölkerung, Migration und Immigration, wachsender Nationalismus und der Umgang mit der Umwelt sind nur die drängendsten Herausforderungen, die er nennt.

    Für Neu-Anspachs Bürgermeister Thomas Pauli steht auch heute der Wille, eine friedfertigere Zukunft zu schaffen, im Mittelpunkt des städtepartnerschaftlichen Austauschs. Und Marie-Line Cirre aus Saint-Florent-sur-Cher hofft, dass die Jugend aus den drei Partnerstädten diese Bemühungen fortsetzt.

    Aus Sicht von Robert Gajšek, dem Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees in Sentjur, sind Toleranz und Empathie, Respekt und Wertschätzung wichtige Eigenschaften für eine ehrliche Zusammenarbeit auf allen Ebenen der Gesellschaft.

    Wie Marie-Josée Nivet vom französischen Komitee deutlich machte, braucht es dazu vor allem Offenheit für andere Kulturen, Sprachen und Traditionen, und das schon bei den Jugendlichen. Das diesjährige Partnerschaftstreffen sei ein erneuter Beweis, dass dies gelingen kann.

    22.01.2023 Lesedauer: 3 Minuten

    Šentjur – so schön ist Slowenien!

    Šentjur in Slowenien ist in diesem Jahr Gastgeber für unsere trinationale Bürgerbegegnung. Traditionell findet das Treffen am Himmelfahrts-Wochenende statt.

    Am Donnerstag, dem 18. Mai geht es mit dem Bus von Ohly & Weber, Neu-Anspach, morgens früh los. Die Rückkehr ist am Sonntagabend, 21. Mai 2023. Wer mit dem Auto fahren möchte, ist natürlich ebenfalls herzlich eingeladen, teilzunehmen.

    Am besten gleich anmelden mit dem Kontaktbogen, den Sie etwas weiter unten zum Herunterladen finden. So erleichtern Sie unseren slowenischen Freunden die Organisation der Unterbringung, die wie gewohnt in Privat-Unterkünften sein wird, zu erleichtern. Bitte senden Sie Ihre Anmeldung bis zum 14. April 2023 unterschrieben per Mail an unterbringung@vzfib-neu-anspach.de oder per Post an Verein zur Förderung internationaler Beziehungen, Helga Feller, Hans-Böckler-Str. 16, 61267 Neu-Anspach.

    Sie haben noch Fragen zu Šentjur, zur Fahrt, zur Unterbringung? Dann kontaktieren Sie uns per Mail (siehe oben) oder Telefon (0160-78 39 272).

    Mehr Informationen über die slowenische Stadt, die mit Neu-Anspach und Saint-Florent-sur-Cher seit 2017 verschwistert ist, finden Sie auch hier auf der Website im Bereich Šentjur in Slowenien.

    „Weißt du, was ein ausländischer Akzent ist? Ein Zeichen von Mut.“

    AMY CHUA

    In diesem Sinne noch ein Hinweis zu Sprache und Verständigung: Viele Slowenen sprechen gut Englisch, einige auch Deutsch, so dass Sie schnell mit Ihren Gastgebern in Austausch kommen. Wenn Sie schon ein paar Wörter lernen wollen, dann gibt es hier zur Reisevorbereitung noch die wichtigsten Vokabeln:

    REISEWORTSCHATZ SLOWENISCH

    Ja = 

    Nein = 

    Hallo = Zdravo

    Tschüss = čao

    Guten Morgen = Dôbro jútro

    Guten Tag = Dóber dán

    Guten Abend = Dóber večer

    Gute Nacht = Láhko nóč

    Auf Wiedersehen = Nasvídenje

    Danke = Hvála

    Bitte = Prósim

    Entschuldigung = Opravičílo

    Hilfe = Na pomóč

    Ich bin (…) = (Jaz) sem

    Wie geht’s? = Kako gre?

    Sehr gut = Zelódôbro

    Prost = Na zdrávje

    Übrigens: Im Slowenischen gibt es, wie in anderen slawischen Sprachen, den „Hatschek“, ein Häkchen bzw. ein nach oben offenes Dach auf den Buchstaben s,c und z.

    So wird es ausgesprochen:

    s = s wie suchen
    š = sch wie Schule
    c = z wie Ziel
    č = tsch wie Tschechien
    z = stimmhaftes (gesungenes) s wie im englischen „zero“

    Ganz leicht, richtig?

    Also kommen Sie mit nach Slowenien, dem grünen Herz Europas! Nur Mut – wir freuen uns auf Sie!!!

    06.02.2023 Lesedauer: 3 Minuten

    Städtepartnerschaften leben von den Begegnungen der Bürger und deshalb freuen sich viele Mitglieder und Freunde des Vereins zur Förderung internationaler Beziehungen auf das nächste Treffen mit den Bürgern der Partnerstädte.

    Bald ist es so weit, denn am Himmelfahrtswochenende – genauer vom Donnerstag, 18. bis zum Sonntag, 21. Mai 2023 – findet die Bürgerbegegnung in unserer slowenischen Partnerstadt Šentjur statt .Nutzen Sie die Möglichkeit dabei zu sein. Der Bus ist bestellt und die Anmeldebögen finden Sie auf der Website des Vereins und im Rathaus Neu-Anspach.

    Wer einmal unsere slowenische Partnerstadt Šentjur besucht hat, schwärmt von den dortigen kulturellen Schätzen und landschaftlichen Highlights.

    Ein ganz besonderes Ziel ist die Hauptstadt Sloweniens. Sie wird auch die Stadt der Drachen genannt und Drachen zieren nicht nur das Stadtwappen, sondern man begegnet den geheimnisumwitterten Sagentiere überall im Stadtbild.

    Ljubljana, die übrigens seit 1977 mit der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden verschwistert ist, ist eine der am meisten unterschätzten Städte Europas. Aber keine Sorge, das ist gut, denn dadurch ist ein Tag in Laibach, so der deutsche Name der bezaubernden Stadt, entspannt und ohne Touristenhektik.

    Ein Genuss ist es, durch die Altstadt von Ljubljana zu bummeln oder über den Prešeren-Platz zu flanieren. Auf diesem zentralen Platz steht nicht wie in vielen anderen Städten das Denkmal eines lokalen Helden, sondern das eines Dichters. France Prešeren (1800-1849), der mit seinen Sonetten und anderen Dichtungen berühmt wurde und den Großteil seiner Werke in slowenischer Sprache schuf, zählt zu den größten Dichtern der europäischen Romantik. Ein Foto dort ist Pflicht – ob im Regen oder bei Sonnenschein, mit der Bürgerbegegnungs-Gruppe oder den Teilnehmern des trinationalen Jugendprojekts, das auch 2023 in der Partnerstadt Šentjur stattfinden wird.

    Pflicht ist es auch, ein Foto von sich selbst mit einem der berühmten Drachen, die man beispielsweise an der Drachen-Brücke (Zmajski most) und auch sonst überall findet, zu machen. Ohne dieses „Beweisfoto“, so heißt es, war man nicht in Ljubljana.

    Ein besonderes Highlight ist der Fluss Ljubljanica, der durch die Stadt fließt. Wer Lust hat, kann eine Bootsfahrt unternehmen, ein Board zum Stand Up-Paddling mieten oder einfach nur auf einer der vielen Brücken entspannen und die Aussicht genießen. Wie wäre es mit einer Abkühlung in einem der Outdoor-Schwimmbäder entlang des Flusses, falls das Wetter passt und die Zeit reicht?

    Es gibt viele Parks in Ljubljana, perfekt für einen Spaziergang oder ein Picknick. Die Zutaten fürs Picknick gibt’s auf dem Markt gleich an den drei Brücken im Zentrum. Natürlich gibt es auch viele internationale Restaurants in Ljubljana. Wer sich ein köstliches Eis schmecken lassen will, der geht ins Café (Kavarna) Cacao. Dort gibt es außerdem wunderbare Kuchen, Sandwiches und natürlich Kaffee. Da merkt man die Nähe zur italienischen und österreichischen (Kaffee-) Kultur.

    Und dann gilt es noch, die Burg, die die Stadt überragt, zu besichtigen. Mit der Standseilbahn ist der 376 Meter hohe Burghügel schnell erreicht. Oben gibt es die oft umgebaute Burganlage und diverse Ausstellungen (u. a. Marionetten). Ein Highlight beim Burgbesuch ist der Aussichtsturm Razgledni stolp. Von oben fasziniert einer der schönsten Panoramablicke auf Ljubljana.

    Viel zu schnell geht so ein Tag in der slowenischen Hauptstadt zu Ende. Auf der Rückfahrt nach Šentjur lässt man am besten das Erlebte Revue passieren und – wer weiß – vielleicht haben die Freunde des Partnerschafts-Komitees noch die Erkundung eines anderen Highlights eingeplant?! Denn Slowenien hat viel zu bieten und am besten lassen sich sich die schönsten Ecken natürlich mit Einheimischen entdecken.

    Folgen Sie den Links, um noch mehr Tipps für Ljubljana zu finden:

    Zur offiziellen Seite der Stadt (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Slowenisch und Englisch): https://www.visitljubljana.com/de/besucher/

    Unbedingt empfehlenswert ist die Tourismus-Webseite für Slowenien https://www.slovenia.info/de/ausflugsziele/regionen/ljubljana-zentralslowenien/ljubljana

    Viele weitere Blog-Seiten laden ein, schon mal eine digitale „Sofa-Reise“ zu unternehmen, bevor es im Mai losgeht. Bei einem Glas slowenischen Weins, den man beispielsweise bei https://weinamphore.com/ bestellen kann. Leider gibt es keine Bezugsquelle in Deutschland für das Bier aus Laško, wo laut Website der Brauerei die slowenische Biergeschichte begann.

    Überzeugt?

    Dann melden Sie sich am besten gleich an. Den Anmeldebogen finden Sie gleich hier unten. Oder per Mail an vorstand@vzfib-neu-anspach.de.

    Noch Fragen? Dann schreiben Sie oder rufen Sie uns an.

    Acting to live better together – das ist das 2022 das Motto der Bürgerbegegnung und des Jugendprojekts

    Gerade in 2022 möchten wir gemeinsam mit unseren Partnerstädten unsere Haltung und Überzeugung für ein gemeinsames, vielfältiges, demokratisches und freies Europa kundtun. Da sind besonders unsere Bürgerbegegnung und das Internationale Jugendprojekt sichtbare und deutliche Zeichen.

    30 Gäste aus Neu-Anspach und 20 Gäste aus  Šentjur- Familien und Einzelreisende – haben auf Einladung der Freunde in Saint-Florent-sur-Cher ein verlängertes Wochenende vom 26. bis zum 29. Mai verbracht.

    Mit dem ökumenischen Reisesegen, musikalisch begleitet vom Chor Vicus Aureus und einem Empfang durch Bürgermeisterin Nicole Progin startete das vielseitige Programm. Nach der ersten Nacht in den Gastfamilien ging es dann zunächst zum Kloster Noirlac, einer ehemaligen Zisterziense-Abtei und danach zum Wasserschloss Ainay-le-Vielle.

    Petanque, Wikinger-Schach und verschiedene historische Brettspiele standen am Samstag auf dem Vormittags-Programm. Ein Florentaiser Musikzug und kühle Erfrischungsgetränke sorgten für gute Stimmung zwischen Gästen und Gastgebern.

    Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und wurde von vielen Gastfamilien zu einer kurzen Tour in die nahegelegenen Département-Hauptstadt Bourges genutzt.

    Der Bunte Abend war der Höhepunkt und gleichzeitig der Abschluss des Wochenendes. Hier zeigten vor allem die Jugendlichen, was sie in unterschiedlichen Workshops erarbeitet hatten. Für die slowenischen Freunde hieß es dann um kurz vor Mitternacht Adieu und auf Wiedersehen, um die 1600 km lange Fahrtstrecke nach Hause bis zum Sonntagabend zu schaffen. Die Neu-Anspacher machten sich am Sonntagmorgen auf den Heimweg, denn hier beträgt die Distanz „nur“ knapp 800 km.

    Die persönlichen Einblicke in das Leben der Freunde in Frankreich und Slowenien, der gegenseitige Austausch an Informationen über Kultur, Sport und Politik erweitern unseren Horizont.

    Klaus Hoffmann, Bürgermeister A.D.

    Vor mehr als 15 Jahren erfuhr ich als Gemeindevertreter von der freundschaftlichen Verbindung zur Gemeinde Thalgau im Salzburger Land sowie über die Städtepartnerschaft mit St. Florent sur Cher in Frankreich. Die Verbindung zu Šentjur habe ich von Beginn an begleitet. Gleich im ersten Jahr meiner Amtszeit als Bürgermeister (2005) präsentierten uns die Verantwortlichen aus St. Florent die Idee, eine weitere Städtepartnerschaft einzugehen, und zwar mit Šentjur in Slowenien.

    Mit einer Delegation aus Vertretern aller Fraktionen war ich zum ersten Mal in Šentjur. Wie die anderen war auch ich von der Landschaft, der Kultur und der Gastfreundschaft begeistert. Bei dem Sondierungsbesuch in Šentjur waren wir in einem Hotel untergebracht, sodass wir über das Leben in den Familien nicht viel erfuhren. Aber das sollte sich bald ändern.

    Nach der Beurkundung der neuen Städtepartnerschaft 2007 wurden für mich die Begegnungen vor allem mit den Slowenen schnell sehr viel mehr als formale Reisen in der Rolle des offiziellen Repräsentanten von Neu-Anspach. Bei meinen ersten Besuchen hatte ich verschiedene Gastgeber und bekam einen breiten Einblick in das tägliche Leben der Menschen. Seit ich 2012 zum ersten Mal mit Evelyn bei Jože Palčnik und seiner Frau Mikaela gewohnt habe, sind die beiden quasi zu unseren „Dauer-Gastgebern mit Familienanschluss“ in Šentjur geworden. Natürlich sind sie seitdem auch immer unsere Gäste. Wir alle freuen uns immer wieder auf gemeinsame Begegnungen, auch in Frankreich.

    Diese Freundschaft zu „unseren Slowenen“ hat sich über die Jahre immer mehr gefestigt. Wir sprechen über familiäre Themen, über die Arbeit aber auch über Kommunalpolitik sowie politische Themen. Für unsere Gastgeber ist es normal, uns zu Feiern im Familienkreis mitzunehmen oder zu Kaffee und Kuchen zu den Kindern. Der Besuch bei den Eltern von unseren Freunden ist genauso obligatorisch wie das Glas Honig, dass wir dort aus der eigenen Ernte erhalten.

    Auch in Hobbys wie den Sport binden unsere Freunde uns ein. 2015 waren wir mit dabei, als die Basketballmannschaft von Šentjur ein entscheidendes Spiel auf dem Weg zur Slowenische Meisterschaft gewonnen hat. Außerhalb der offiziellen Unternehmungen bei den Partnerschaftstreffen zeigen uns Jože und Mikaela Eindrücke von ihrem Land, die man bei einem Urlaub wohl nicht gewinnen würde. Das gleiche gilt natürlich auch für uns. Zwischen den Bürgerbegegnungen schreiben wir uns Mails oder nutzen die sozialen Medien.

    In Frankreich waren wir erst zweimal. Auch weil wir aus Platzgründen in Neu-Anspach zusätzlich zu Mikaela und Jože keine weiteren Gäste aus Frankreich aufnehmen können, ist leider kein so intensiver Kontakt zu unseren französischen Gastgebern entstanden. Dennoch machen auch die Fahrten nach St. Florent viel Spaß, weil auch in Frankreich Gastfreundschaft ganz groß geschrieben wird.

    Mein Resümee: Wir möchten die vielen unterschiedlichen Kontakte nicht mehr missen. Die persönlichen Einblicke in das Leben der Freunde in Frankreich und Slowenien, der gegenseitige Austausch an Informationen über Kultur, Sport und Politik erweitern unseren Horizont. Dafür sind wir dankbar.

    Evelyn Kreutz und Klaus Hoffmann, 26.01.2020

    Ich kann jedem nur dazu raten, sich offen für neue menschliche Kontakte zu zeigen, die oftmals in wunderbaren Freundschaften enden

    ANa Maria Hidalgo, mehrfache WorkshopLeiterin „Tanzen“ bei den Internationalen Jugendprojekten

    Seit wann kennst Du die Städtepartner von Neu-Anspach?

    Die Vorsitzende, Helga Feller, die mir bekannt war, weil unsere Kinder in der gleichen Grundschulklasse waren, fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, für die Jugendlichen des Jugendprojekts einen Tanzworkshop im Neu-Anspacher Bürgerhaus anzubieten.

    Da ich seit vielen Jahren Mitglied im Tanzverein Grün-Gelb bin und das Tanzen liebe, habe ich zugesagt. Soweit ich mich erinnere (ganz genau weiß ich es nicht mehr) habe ich 2 Mal einen Tanzworkshop geleitet, bis wir uns dazu entschlossen haben, an der Austauschfahrt teilzunehmen.

    Wann bist Du zum ersten Mal mitgefahren?

    2011 sind wir zum 1. Mal nach Frankreich mitgefahren. Mein Mann und ich waren bei einem jungen Ehepaar untergebracht, die sehr nett waren, aber mit denen der Kontakt (vielleicht

    aufgrund des Altersunterschiedes) nicht fortgeführt wurde. Unsere Tochter, die gemeinsam mit einer Freundin bei einem anderen Ehepaar wohnte, machte uns dann mit ihren

    Gastgebern bekannt. Wir waren uns auf Anhieb so sympathisch, dass wir während der weiteren Aufenthalte in St. Florent bei ihnen wohnten.

    Wann warst Du zum ersten Mal Gastgeber?

    2011 hat das französische Ehepaar den Austausch in Neu-Anspach bei uns verbracht. Zusammen mit Freunden, die ebenfalls Gastgeber und Mitfahrer sind, haben wir im gleichen Jahr die Tochter der Franzosen für die Sommerferien eingeladen. Letztendlich sind sie und die Eltern 1 Woche bei uns. bzw. unseren Freunden geblieben. Unsere Töchter wiederum sind ein Jahr später alleine mit der Bahn nach St. Florent gefahren und hatten dort ebenfalls einen tollen Urlaub.

    Wo warst Du? Welche Gäste aus welcher Stadt hast Du aufgenommen?

    Aufgrund der guten und bereichernden Erfahrung haben wir uns dann 2015 dazu entschlossen, nach Slowenien zu fahren. Auch dort haben wir wunderbare Menschen kennengelernt, die uns 2019 zum 1. Mal in Neu-Anspach besucht haben.

    Was hat dich besonders beeindruckt?

    Ich finde es besonders beeindruckend zu erfahren, wie schnell aus Fremden Freunde werden können. Wir haben sowohl mit dem Ehepaar aus Frankreich, als auch mit dem Ehepaar aus Slowenien wunderbare Gespräche geführt und ganz viel gelacht. Und das, obwohl mein Mann weder Französisch noch Englisch spricht. Irgendwie geht es immer :-))

    Was hat dich zum Nachdenken gebracht?

    Wie viel Verbindendes es doch gibt, obwohl man in verschiedenen Ländern lebt und sich unterschiedlich wähnt. Z.B. hat das slowenische Ehepaar einen Spanier zum Schwiegersohn, was ein lustiger Zufall ist, weil auch wir Spanier sind. Letztendlich hat jeder mehr oder weniger die gleichen Sorgen und Wünsche.

    Was ist Dein Resümee? Deine Empfehlung für neue Interessenten? Für den Verein?

    Ich bin dankbar, diese vormals mir fremden Personen kennenlernen zu dürfen und kann jedem nur dazu raten, sich offen für neue menschliche Kontakte zu zeigen, die oftmals in wunderbaren Freundschaften enden.

    Ana Maria Hidalgo, Neu-Anspach 2020

    Une famille, družina, eine Familie.

    JULE KELLER, TEilnehmerin am INTERNATIONALEN JUGENDPROJEKT 2018 in Šentjur, Slowenien

    So fühlen wir uns, wie eine große, multikulturelle Familie, in der Jeder seinen Platz findet. Das Jugendprojekt ist seit 2016 ein fester Bestandteil meines Lebens.

    Nicht nur das Auffrischen der Sprachkenntnisse oder die Erinnerungen sind entscheidend, sondern das Gefühl, dass ich immer wieder bekomme, wenn ich eine Woche lang die Chance habe, Europa so hautnah erleben zu dürfen. Die Möglichkeit so viel Vielfalt und Kultur in einer so kurzen Zeit sehen zu können, ist einzigartig. Ich kann mit guten Gewissen sagen, dass ich auch heute noch, Kontakt zu all meinen Austauschschülerinnen- und Schülern habe und mich gerne an die gemeinsame Zeit zurückerinnere.

    Wenn ich gefragt werde, was der schönste Moment des ganzen Projektes ist, nenne ich den „Bunten Abend“. Der letzte Abend vor der Abreise, an dem wir Jugendlichen zeigen können, was wir in dieser einen Woche gelernt, erlebt und entdeckt haben. Es wird zusammen gegessen, gesungen, gelacht und getanzt. Für uns ist das gemeinsame Tanzen immer ein großes Event. Tanzen verbindet und wir sehen jedes Jahr, dass der Tanz eine internationale Sprache ist. Egal ob der Macarena oder der traditionell französische Madison, wir haben bei Allem unseren Spaß.

    Der traurigste Moment ist Jahr für Jahr das Auf-Wiedersehen-Sagen. Wie üblich verdrücke auch ich immer viele Tränen und erst dann wird mir richtig bewusst wie unfassbar schnell mir alle diese wunderbaren, tollen und verrückten Menschen ans Herz gewachsen sind.

    Abschließend kann ich sagen, dass egal wie alt ich bin, dieses Projekt mich für immer geprägt hat und ich jede einzelne Erinnerung auf ewig in mir tragen werde.

    Jule Keller, Teilnehmerin des Jugendprojekts 2016 in Šentjur, Slowenien

    Die „Sache Europas“ war mir immer eine Herzensangelegenheit – 75 Jahre Frieden, was für ein Geschenk!!!

    Heide Behrens, stellvertretende Vorsitzende von 1991 bis 2011, Ehrenmitglied

    1983 stieß ich zum Verein für internationale Beziehungen e.V. und bin ihm seitdem treu geblieben. Und das kam so:

    1981 zog ich mit meiner Familie, Mann und vier Kindern, von Frankfurt a. Main nach Neu-Anspach. Wir suchten ein schönes, bezahlbares Haus mit guter Luft hinter dem Taunus-Kamm und wurden hier fündig. Langsam gewöhnten wir uns ein – in „Haus und Hof“ war noch allerlei zu tun, wir knüpften erste Kontakte zur kath. Kirchengemeinde; unsere Tochter Isabel erlernte das Flötenspiel bei Eta Rudolphi. Man kam ins Gespräch und sie erfuhr, dass ich vor der Geburt meiner Kinder Lehrerin für Französisch u. Geschichte war, und dass Isabel an der Humboldtschule in Bad Homburg mit Französisch als 1. Fremdsprache angefangen hatte.

    Die offizielle Verschwisterung 1982 hatten wir verpasst; wir starteten als Familie gerade in unseren ersten Frankreich-Urlaub nach drei Jahren. Dennoch, die Kontakte zwischen St. Florent u. Neu-Anspach befanden sich sozusagen im Honeymoon und es fanden jährliche Treffen statt, einmal hier, einmal da. Eta fragte mich also, ob ich wohl mit Isabel im November 1983 mitfahren wollte; wir wollten und sind dabei geblieben (s.o.), zumindest ich; mein Mann ist 2010 gestorben, und die Kinder wohnen, berufsbedingt, überall in Deutschland.

    Von 1991 bis 2011 war ich Stellvertretende Vorsitzende des Vereins, seitdem bin ich Ehrenmitglied.

    Ich war zuständig für zahllose Übersetzungen, vom Deutschen ins Französische u. umgekehrt, zuständig für den Ökumenischen Gottesdienst/ Reisesegen, zu Beginn des Treffens hier in Neu-Anspach,  Organisatorin  der jeweils stattfindenden Ausflüge, z.B. zum Kloster Eberbach (mit Weinprobe) u. zur Weinbaufachhochschule in Geisenheim  oder per Schiff auf dem Main nach Seligenstadt (Einhards-Basilika) Es  sollte ein „europäisches“ Ziel sein wegen der Fördergelder aus Brüssel, so auch Frankfurt wegen seiner Bedeutung bereits in der Römerzeit über das Mittelalter (Messe) u. Ort der Kaiserwahl bis in die Neuzeit als Bankenplatz u. Sitz der EZB. Schon „im Ruhestand“ nutzte ich meine Kontakte, um im 30. Jahr des Mauerfalls u. der innerdeutschen Grenze eine Fahrt zum Point Alpha  bei Rasdorf im Kreis Fulda zu organisieren.

    Auf meine Initiative hin nehmen wir als Verein an den Europa-Aktivitäten im Hochtaunuskreis teil, z. B. dem Europa-Tag am 9. Mai, jeweils an einem anderen Ort des Kreises.

    Ich bin ein „Fossil“ aus der Anfangszeit; zu meiner großen Freude ist es gelungen, die Fackel weiter zu tragen, die Euphorie des Anfangs zu bewahren, neue dynamische Mitglieder zu gewinnen, die neue Wege gehen, z.B. die trinationale Jugendbegegnung vor dem eigentlichen Treffen, die seit 2007 mit einer weiteren Partnerstadt, Sentjur in Slowenien stattfindet. Zur Tradition gehören inzwischen das Boule-Turnier im August und der Besuch einer europäischen Stadt soweit möglich einmal im Jahr, z. B. Straßburg, Luxemburg, Aachen, Brüssel oder der Beethoven-Stadt Bonn. Schließlich verdanken wir dem großen Sohn der Stadt die Europa-Hymne „Das Lied an die Freude“.

    Die „Sache Europas“ war mir immer eine Herzensangelegenheit, 75 Jahre Frieden, was für ein Geschenk!!! Bewahren wir es für unsere Kinder !

    Unsere Bekanntschaft ist zwischenzeitlich zur Freundschaft gereift und wir hoffen, dass wir sie noch lange teilen können.

    Sohila und Herbert Solka, Neu-Anspach im Januar 2020

    Seit Gründung des Französisch Stammtisches sind wir Mitglied und so war es kein weiter Weg, um am Austausch des Vereins für internationale Beziehungen teilzunehmen.

    Im Mai 2011 war es dann zum ersten Mal so weit. Wir reisten per Bus nach St Florent sur Cher und lernten Christiane Duquesne kennen, die uns herzlich empfing und uns in ihr Hauseinlud. Unsere Tochter wurde von der Familie Carduner empfangen, da diese Kinder gleichen Alters haben. So durften wir alle schönen Tage mit Christiane in St Florent und Bourges erleben, von dem interessanten Rahmenprogramm, das den Besuch abrundete, ganz zu schweigen.

    Bereits im Spätsommer des gleichen Jahres stattete die Familie Carduner uns einen Gegenbesuch in Neu-Anspach ab. Ein unvergessenes Highlight. Im darauffolgenden Jahr reiste unsere Tochter zusammen mit einer Freundin allein per Zug zu einem Besuch nach St Florent. Im Jahr 2013 haben wir dann Christiane bei uns zu Hause in Neu-Anspach empfangendürfen und so gab es von da an in jedem Jahr einen Besuch, mal im Rahmen des Austausches des Vereins mal auf privater Basis, mal in Frankreich mal in Deutschland.

    Jedes Mal machen wir Ausfüge in die nähere und mittlerweile auch schon weitere Umgebung. Hier haben wir zusammen Bad Homburg, Hessenpark, Weilburg, Marburg, Braunfels, Limburg, Frankfurt, Schloss Heiligenberg, Heidelberg besucht.

    Wir tauschen nicht nur zu Weihnachten Nachrichten aus, wir telefonieren auch immer wieder. Bei Urlaubsfahrten machen wir nun auch nach Möglichkeit Station in St Florent. So konnten wir auf unserer Fahrt an die Atlantikküste im Jahre 2018 nicht nur dasbeeindruckende Feuerwerk anlässlich des französischen Nationalfeiertages sondern auch das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft gemeinsam schauen, das ja bekanntlich von Frankreich gewonnen wurde.

    Unsere Bekanntschaft ist zwischenzeitlich zur Freundschaft gereift und wir hoffen, dass wir sie noch lange teilen können.

    Sohila und Herbert Solka, Neu-Anspach im Januar 2020